Autorinnen der Negativität essayistische Poetik der Schmerzen bei Ingeborg Bachmann, Marlene Streeruwitz, Elfriede Jelinek / Mandy Dröscher-Teille.

Contents Einleitung -- Negativität : Differenz : Weiblichkeit -- Die Kategorie des Negativen -- Das Spiel der Differenzen -- Das fragmentierte weibliche Subjekt als Ort der Differenz -- Nichtidentität : Dialogizität : Metatextualität oder Essayismus als Vertextungsprinzip -- Essayismus als Konstellation von Brüchen -- Essayismus als Polyphonie -- Essayismus als (selbst-)reflexive Kommentierung und gedankliche Kreisbewegung -- Weibliche Autorschaft : Selbstreferentialität : Performativität oder 'die Bachmann', 'die Streeruwitz' und 'die Jelinek' als Autorinnen der Negativität -- Weibliche Autorschaft zwischen Negierung und Selbstermächtigung -- Selbstreferentielles Spiel einer essayistischen Autorschaft -- Zur Geburt der Autorin aus dem Geist des performativen Aktes -- Erinnerung : Schmerz : Trauma oder zur Darstellung faschistoider Strukturen bei Bachmann, Streeruwitz und Jelinek -- Ingeborg Bachmann : Poetik der Chiffrierung oder zum Rätselcharakter des Schmerzes -- 'Die Bachmann' der anderen : Vorbemerkungen zum Verhältnis von Nachlass, medialer Vermarktung und Rezeption -- Bachmanns Autorschaft : Arbeit am Mythos als Rekonstruktion einer negativen Kunstfigur? -- Die Dichterin in ihrer Zeit als "utopische Existenz" zwischen Erkenntnisleid und "bitter[er]" "Sehnsucht" -- Sprache im Abseits : die Frankfurter Vorlesungen (1959/60) -- Auflösung des Gedichts in der essayistischen Poetik : von den Frankfurter Vorlesungen zu den späten und Nachgelassenen Gedichten (entst. ca. 1962-1965) -- Inmitten von Sprachgittern oder wenn die (lyrische) Sprache sich selbst durchstreicht : von Anrufung des grossen Bären (1956) zu Keine Delikatessen, [Ich habe die Gedichte verloren] und [Die Gedichte sind mir abhanden gekommen] -- Dekonstruktion und Reaktualisierung der 'besten aller möglichen Welten' : Ich weiss keine bessere Welt (Wer weiss eine bessere Welt) und [Ich weiss keine bessere Welt] (Die schwachsinnige Moral der Opfer) -- Schmerzen der Erinnerung : [Nach vielen Jahren] -- Wand : Worte : Wahrheit oder Malina in den Nachgelassenen Gedichten : für Ingmar Bergman, der von der Wand weiss -- Malina (1971) oder die Erinnerung an die dunkle Geschichte einer Prinzessin der Schmerzen -- Essayismus und Dystopie bei Bachmann am Beispiel des Traum-Kapitels aus Malina -- Zwischen Affirmation und Kritik : Marlene Streeruwitz und Elfriede Jelinek über Ingeborg Bachmann und die mediale Bachmann-Rezeption -- Marlene Streeruwitz : "Poetik der Brechung" zwischen Todes- und Lebensarten -- Der Streeruwitz-Kosmos : Begriffe, Konzepte, theoretische Voraussetzungen -- Reaktualisierung der literarischen Moderne? -- Auflösung von Dichotomien -- Anti-Realismus -- Zusammenführung von Ästhetik und Ethik, Theorie und Praxis, Form und Inhalt -- Geschlechtermodelle zwischen Feminismus und Poststrukturalismus -- Zum Verhältnis von Autorschaft, Rezeption und Text -- Gesellschaftsverständnis und Subjektposition -- Weibliche Autorschaft : (K)ein performatives Spiel? -- Politische Autorschaft als Machtkritik -- Dame, Domina oder Daisy Duck? Inszenierungsformen der 1990er Jahre -- "Sie nicht als Sie" oder changierende Identitäten : Inszenierungsformen der 2000er Jahre -- Kritisch kommentiert : Marlene Streeruwitz über den medialen Umgang mit Elfriede Jelineks Autorschaft -- Essayismus bei Streeruwitz : "Texte des Versuchens" -- Utopie oder mögliche Wirklichkeit? : Plurale Sprachkonzepte in den Tübinger und Frankfurter Poetikvorlesungen (1997/98) -- Sprache des Weiblichen als "feministische Kulturkritik" -- Sprache der Erinnerung als Gegenentwurf zum gesellschaftlichen Vergessen und Verdrängen -- Sprache der Opfer -- Sprache der Gesellschaftskritik oder eine "Poetik des Politischen" -- NS-'Euthanasie' : Vergasung : Massenmord : Todesarten der Gegenwart in Boccaleone : (1999) -- Die Figur Hans als Vertreter faschistoider Gesellschaftsstrukturen -- Der Schmerz der Figur Grete -- Der Ausbruch der Figur Tini als weibliche Selbstermächtigung -- Negierung klassischer Theaterformen : Marlene Streeruwitzʼ Theatertheorie als essayistische Poetik -- Nachwelt : ein Reisebericht : (1999) -- Einleitung -- Weibliche Biographien zwischen "objektive[m] Urteil" und 'lebendigem Leben' -- Erinnerungen an den Faschismus als Momente der Brechung vergangener und gegenwärtiger Lebensgeschichten -- Der Schmerz der Figur Margarethe -- Morire in levitate : (2004) -- Einleitung -- Erinnern und Vergessen -- "Der frische Schnitt" oder Schmerz als aktualisierte Erinnerung -- Auflösung der Novellenform in der kreiselnden Bewegung des Essays -- Kreuzungen : (2008) -- Einleitung -- Spieglein an der Wand, wer ist der Mächtigste im ganzen Land : von der Machtergreifung zur Entmachtung der Machthaber -- Geld und Macht -- Sexualität und Macht -- Kunst und Macht -- Die (Menstruations-)Schmerzen der Figur Max -- Zur poetologischen Bedeutung der männlichen Perspektivfigur -- Die Schmerzmacherin : (2011) -- Einleitung -- Kein erhabener Schmerz, keine grosse Seele -- Traumatischer Erinnerungsschmerz -- Schmerzen erleiden und Schmerzen zufügen : zum Opfer-Täter, innen-Diskurs -- Exkurs : Mädchenopfer und Töchtermorde "im Namen des Vaters" : die Vervielfältigung von Bachmanns Vaterfigur in Streeruwitzʼ Romanen von Nachwelt : (1999) bis Nachkommen : (2014) -- Elfriede Jelinek : Poetik der "Anmassung" oder der abwesend anwesende Schmerz -- Zwischen femme fatale und femme fragile : Jelinek als Autorin der Negativität -- Die Nobelpreisrede Im Abseits (2004) als poetologische Selbstreflexion -- Jelineks Wirklichkeitskonzeption -- "Ich bin die Gefangene meiner Sprache" -- Essayismus bei Jelinek : die unendlichen Weiten der Textflächen (2013) -- Fazit -- Verzeichnis der zitierten Literatur -- Es gibt keine Grenzen : das Denken darf überall hin : ein Gespräch mit Marlene Streeruwitz (Wien, 08.09.2014).
Summary Die österreichischen Nachkriegs- und Gegenwartsautorinnen Ingeborg Bachmann, Marlene Streeruwitz und Elfriede Jelinek gehen von einer Negativität der Gesellschaft aus, die sie in den Schmerz- und Gewalterfahrungen ihrer literarischen Figuren und durch die performative Inszenierung ihrer weiblichen Autorschaft ebenso kritisch wie (sprach-) spielerisch reflektieren. 0Erstmals werden die Vernetzungen der Texte und Autorschaften untereinander und mit dem Negativen, Schmerzhaften herausgearbeitet. Das strukturelle Ineinandergreifen der Autorinnen-Poetiken sowie ihre inter- und metatextuellen Verstrickungen werden als essayistische Textkonstellation lesbar gemacht: Die Autorinnen kommentieren sich wechselseitig und schreiben ihre Dramen, Prosatexte, Gedichte, Essays und Reden motivisch fort, während sie zugleich selbstreflexiv den Blick auf das eigene Schreiben richten.
General noteOriginally presented as the author's thesis (doctoral)--Leibniz Universität Hannover, 2017, under the title: Autorinnen der Negativität : negative Poetik der Schmerzen als Kulturkritik bei Ingeborg Bachmann, Marlene Streeruwitz und Elfriede Jelinek.
Bibliography noteIncludes bibliographical references (pages 479-516).
Access restrictionAvailable only to authorized users.
Technical detailsMode of access: World Wide Web
Genre/formElectronic books.
LCCN 2018440865
ISBN9783770563173 (paperback)
ISBN3770563174 (paperback)

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